LKZ-Artikel: "Anstöße für mehr Gemeinsamkeit"

Veröffentlicht am 09.11.2016 in Presse im Wahlkreis

Harald Hepfer wird für sein jahrzehntelanges Engagement mit dem Kulturpreis der SPD ausgezeichnet Foto: factum/Granville

Harald Hepfer wird für sein jahrzehntelanges Engagement mit dem Kulturpreis der SPD ausgezeichnet.

Wenig Grußworte, dafür umso mehr Kultur soll es heute in Warmbronn geben, wenn Harald Hepfer für sein soziales und kulturelles Engagement mit dem Kulturpreis der SPD Leonberg geehrt wird. Diesen Preis hat in den 1970er-Jahren Erwin Staudt ins Leben gerufen. Besonderen Charme gewinnt die Ehrung, wenn man weiß, dass auf Hepfer selbst, der so vieles angestoßen und bewirkt hat, der Sozialpreis der SPD zurückgeht, der zunächst „Preis für Gemeinwohl und Zivilcourage“ hieß. Auch der hätte gepasst.

Der Kulturpreis wird in unregelmäßigen Abständen vergeben. Unter den Geehrten waren bislang etwa Ute Schönwitz, Renate Stäbler und LKZ-Redakteurin Monica Mather. Hepfer selbst hatte heuer als Preisträger eine andere Person im Auge. Der Vorstand des SPD-Ortsvereins indes wird sich gesagt haben: „Jetzt ist erst mal der Hepfer dran!“

Kultur entfaltet sich nicht von alleine. Sie bedarf der Pflege und Fortentwicklung. Die Lebensqualität in Warmbronn, das darf man sicher auch ohne wissenschaftliche Voruntersuchungen behaupten, beruht zu einem großen Teil auf der Existenz vieler engagierter Bürger, die sich hier für das Gemeinwohl einsetzen. Hepfer gehört zu ihnen. „Er hat Jung und Alt für die unterschiedlichen Aspekte der Kultur begeistert und sich für das Gemeinwohl eingesetzt“, sagt etwa die SPD-Ortsvereinsvorsitzende Elviera Schüller-Tietze.

Engagement und Ehrenämter

Seit 1969 lebt Harald Hepfer in Warmbronn. Er war Lehrer, Schulleiter, Redaktionsleiter im Ernst-Klett-Verlag und Lehrbeauftragter an der Reutlinger Pädagogischen Hochschule. Außerdem war er als SPD-Ortschaftrat in Warmbronn aktiv und einige Jahre lang auch als Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Leonberg. Zum sozialen Engagement Hepfers gehört seine langjährige Arbeit als Vorsitzender der sozialpädagogischen Einrichtung der Jugendhilfe „Haus Johannes Warmbronn“. Außerdem war er Mitinitiator der Bürgerstiftung und bis 2010 Vorsitzender des Stiftungsrats.

Die Aneinanderreihung lässt sich fortsetzen: Mehr als drei Jahrzehnte lang hat der Pädagoge Cello im Rutesheimer Kammerorchester und der Warmbronner Graun-Gesellschaft gespielt. Und schließlich kennt man ihn seit vier Jahrzehnten als Mann der Literatur, der unter anderem als Herausgeber die Dichtung und Gedankenwelt von Christian Wagner lebendig hält. Als solcher hat er die Werkstattgespräche angestoßen und ist Mitherausgeber der Buchreihe „Warmbronner Anstöße“.

„Gemeinsam etwas bewirken“

Als roten Faden, der sich durch sein Leben zieht, sieht Harald Hepfer seinen „pädagogischen Impetus, mit anderen gemeinsam etwas zu bewirken“, auch, um damit der Ungerechtigkeit und den sozialen Verwerfungen der Welt etwas entgegenzusetzen. Stark beeinflusst habe ihn schon in jungen Jahren die Lektüre von Dietrich Bonhoeffer und Martin Buber. Sein späteres Engagement habe dann wie ein Stein im Wasser Kreise gezogen und weitere Interessen geweckt. So hat er sich mit Christian Wagner beschäftigt und kam so zu zahllosen anderen Autoren und Themen.

Man darf getrost davon ausgehen, dass Hepfer zu jenen Menschen gehört, die sich nicht deswegen so vielfältig engagieren, weil sie nach Verdienstkreuzen, Ehrenmedaillen und Co. schielen. Wer den auf so ruhige Art rührigen 81-Jährigen kennenlernt, spürt, dass er keiner ist, der im Mittelpunkt stehen muss. Er war dennoch gern bereit, den Preis anzunehmen – „unter der Voraussetzung, dass die Ehrung ein kultureller Abend mit möglichst wenig Grußworten und Schmeicheleien wird.“

 

Quelle: http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.leonberg-anstoesse-fuer-mehr-gemeinsamkeit.d79e002f-3644-466e-abf6-2d66ccd6d62a.html

 
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