14.09.2020 in Ortsverein

Jahreshauptversammlung 2020

 

Beitrag von Florian Mader in der Leonberger Kreiszeitung über unsere Jahreshauptversammlung am 12.9.20 in der Steinturnhalle. Text

Elviera Schüller-Tietze, unsere Ortsvereinsvorsitzende, konnte unter den erschwerten Corona Bedingungen immerhin 21 Mitglieder zur Jahreshauptversammlung in der Steinturnhalle begrüßen. In einem kurzen Rechenschaftsbericht sprach Elviera über die Aktivitäten des Ortsvereins seit der letzten Jahrehauptversammlung am 29.3.19. Immerhin gab es 21 Veranstaltungen, davon sieben zur Kommunalwahl und 3 zum Nikolausmarkt, jeweils eine in Leonberg, Höfingen und Gebersheim. Ein weiteres Highlight war der Neujahrsempfang mit Andreas Stoch und die Teilnahme am Pferdemarkt; unser Beitrag zum Einsatz für mehr Zebrastreifen in Leonberg erhielt den ersten Preis .

Schwerpunkt war auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung die alle 2 Jahre stattfindenden Vorstandswahlen. Die bisherigen Vorstandsmitglieder haben sich bereit erklärt für 2 weitere Jahre weiterzumachen. Der vom Vorstand vorgelegten Vorschlagsliste wurde einstimmig zugestimmt, bis auf die Stelle des Pressesprechers. Da Yusuf Shoaib kurzfristig seine Teilnahme abgesagt hatte, hat  sich Dr. Rüdiger Beising, der bereits seit Jahren die Homepage des Ortsvereins betreut,  als weiteren Kandidat für das Amt gemeldet. Er wurde mit 17 Stimmen zum Pressesprecher gewählt. Hervorzuheben ist auch, dass wir 4 engagierte Jusos in unsererm Vorstand haben.

Außerdem ehrte Elviera Schüller-Tietze unser langjähriges Mitglied Regine Nachtmann, ehemalige Stadträtin für ihre 25 jährige Mitgliedschaft in der SPD (s. Foto Regine links und unsere Jusos rechts)

Zum Abschluss hat unser Arzt und Kreisrat, Günther Wöhler über die Coronasituation im Landkreis Böblingen berichtet. Die Infektionszahlen seien zwar angestiegen, dies war aber aufgrund der Reiserückkehrer zu erwarten gewesen. Eindringlich forderte er zum Tragen von geeigneten Masken auf, die eindeutig das Infektionsrisiko vermindern. 

Zum Schluss wies Elviera Schüller-Tietze auf die nächste Mitgliederversammlung am 2. Oktober um 19 Uhr in der Steinturnhalle mit Berichten aus dem Gemeinderat und Kreistag hin.

Fotos oben: Steinturnhalle in Coronastil, locker bestuhlt mit Maske.                                  unten: Regine Nachtmann bei der Ehrung und  unsere Juso-Damen im Corona-Look

   

 

29.08.2020 in Kommunalpolitik

Sommerinterview mit Ottmar Pfitzenmaier und Christa Weiß

 

Am 29. August 2020 erschien in der LKZ das Sommerinterview von Thomas Slotwinski mit dem SPD Fraktionsvorsitzenden Ottmar Pfitzenmaier und seiner Stellvertreterin Christa Weiß.

"Ein absoluter Tiefpunkt im Gemeinderat“

Im Sommergespräch zeigt sich die Leonberger SPD-Fraktionsspitze mit Ottmar Pfitzenmaier und Christa Weiß entsetzt über die abgeblockte Diskussion zur vom OB gewollten Dezernatsumverteilung. Für die Berliner Straße fordern sie 25 Prozent bezahlbaren Wohnraum.

Die führenden Leonberger Sozialdemokraten Ottmar Pfitzenmaier und Christa Weiß sind treue Leobad-Gäste. Da liegt es nahe, dass sie das Sommergespräch eben dorthin legen.

Frau Weiß, Herr Pfitzenmaier, Sie hatten sich für eine schnelle Öffnung des Leobads eingesetzt. Jetzt stehen wir hier inmitten fröhlicher Badegäste.

Pfitzenmaier: Im Vergleich zu anderen Kommunen haben wir hier die bestmögliche Lösung gefunden. Das Personal hat sehr gut gearbeitet. Man sieht, dass es richtig war, auf eine schnelle Öffnung zu drängen. Andere im Gemeinderat hatten das als Phantomdiskussion bezeichnet.

Das Leobad bleibt bis 11. Oktober geöffnet. Geht’s dann im Hallenbad weiter?

Weiß: Wichtig ist ein glatter Übergang. Ein Schichtbetrieb, wie jetzt im Leobad, muss gewährleisten, dass sowohl Berufstätige abends wie auch Schüler beim Schulsport schwimmen können.

Pfitzenmaier: Die Wiederaufnahme des Schulschwimmsports ist ganz wichtig, sonst erziehen wir uns mehrere Generationen an Nichtschwimmern.

Die Sanierung des Leobades hat 14 Millionen Euro gekostet. Das wäre angesichts der Corona-Defizite heute kaum möglich. Im Gegenteil: Die CDU fordert eine Haushaltssperre.

Weiß: Das wäre überzogen, denn dann wären alle betroffen, auch die Vereine.

Die CDU wirft dem OB vor, eine Haushaltsklausur immer wieder verzögert zu haben. Deshalb müsse sie jetzt zur Notbremse Haushaltssperre greifen.

Weiß: Es gab immer sachliche Gründe für das Verschieben. Dann kam Corona.

Pfitzenmaier: Außerdem gibt es ja jetzt zwei Termine. Die Diskussion ist ohnehin schwierig, weil wir nicht wissen, ob wir unsere Ausfälle erstattet bekommen. Erhalten wir die zehn Millionen Euro, um das aktuelle Corona-Loch zu stopfen? Ich sage: Wer’s glaubt, wird selig. Das Problem ist doch, dass Bund und Land alles tun, um den Konsum anzukurbeln, aber den Kommunen keine Luft zum Atmen bleibt.

Gibt es keine Informationen, mit wie viel Unterstützung Sie rechnen können?

Pfitzenmaier: Nein. Daher wäre es gut gewesen, die Verwaltungsspitze hätte beim übergeordneten Regierungspräsidium nachgefragt, ob von den Kommunen tatsächlich erwartet wird, dass drastische Sparmaßnahmen erfolgen, was die Intention der beiden anderen politischen Ebenen, den privaten Konsum am Laufen zu halten, ja völlig konterkarieren würde.

Oder beim Landratsamt...

Pfitzenmaier: Das bringt doch nichts! Der Kreis will unbedingt eine Großklinik bauen. Von dort haben wir allenfalls eine Erhöhung der Kreisumlage zu erwarten.

Sie sagen, dass nicht zu Lasten der Vereine gespart werden soll: Wo dann?

Pfitzenmaier: Wir drängen schon lange darauf, dass die baulichen Standards für Kindergärten, die wir 2012 festgelegt haben, überarbeitet werden. Vor vier Jahren hat der Bau einer Kita-Gruppe 600 000 Euro gekostet, jetzt 1,2 Millionen Euro. Warum reichen nicht auch 900 000 Euro?

Weiss: Man darf nicht vergessen, dass die Auflagen der Landesregierung erheblich verschärft worden sind: Brandschutz, Sicherheitsstandards und die Mindestgröße wurden erhöht. Die sehr beliebten und kostengünstigen Waldkindergärten haben mittlerweile ebenfalls hohe Auflagen. Das sind alles Kostentreiber, die die Preisentwicklung aber allenfalls zu einem gewissen Teil erklären können.

Um, wie er sagt, mehr Effizienz zu erreichen, hat der OB vergeblich versucht, die Dezernate neu strukturieren.

Pfitzenmaier: Das ist ein klassisches Thema, um nachhaltig Kosten zu sparen. Dass sich eine Mehrheit des Gemeinderates geweigert hat, überhaupt darüber zu sprechen, ist ein absoluter Tiefpunkt und grenzt an Arbeitsverweigerung.

CDU und Freie Wähler bestreiten nicht, dass es zuvor Absprachen gegeben hat, in die Sie nicht eingebunden wurden.

Weiß: Wir hätten uns auch nicht einbinden lassen. Die Verweigerung, über die Vorschläge des OB zu diskutieren, war eine reine Machtdemonstration von Teilen des Gemeinderats.

Pfitzenmaier: Es ging ihnen nur darum, dass sich der OB eine blutige Nase holt. Das hat der Grünen-Fraktionschef Bernd Murschel bei Ihnen im Sommergespräch wortwörtlich so gesagt. Das deckt sich jedenfalls nicht mit unseren Vorstellungen von konstruktiver Kommunalpolitik.

Die anderen Fraktionen kritisieren, dass Cohn die Kämmerei und das Rechnungsprüfungsamt als Kontrollinstanz für sein Dezernat haben wollte.

Pfitzenmaier: Das gibt es in ganz vielen Städten, etwa in Ravensburg oder Friedrichshafen. Das Rechnungsprüfungsamt kontrolliert ja nicht nur die Kämmerei, sondern die ganze Verwaltung. Aber darüber hätte man ja diskutieren können.

Weiß: Inhaltlich geht es bei einer Neustrukturierung ja darum, die Kommunikation zwischen den Ämtern und die Schnittstellen zu verbessern.

Pfitzenmaier: Was dringend nötig ist. Darüber haben wir seit 25 Jahren nicht mehr gesprochen. Aber die Welt sieht doch heute ganz anders aus: Damals gab es weder IT, noch Mobilitätskonzepte und nur ein Viertel der Kindergärten.

CDU und Freie Wähler argumentieren, dass man abwarten müsse, ob im November die amtierenden Bürgermeister Ulrich Vonderheid und Klaus Brenner wiedergewählt werden. Dann könne man über veränderte Zuschnitte reden.

Pfitzenmaier: Es gibt eine goldene Regel in der Organisationswissenschaft: Organisiere nie um Personen herum.

Weiß: Es war die falsche Reihenfolge, die Stellen nach dem bisherigen Profil auszuschreiben. Richtig wäre gewesen, erst die Stellenzuschnitte inhaltlich zu diskutieren und dann auszuschreiben.

Wen wollen Sie denn wählen: die Amtsinhaber oder jemanden Neues?

Weiß: Wir hoffen, dass sich viele geeignete Bewerber finden. Dann können wir in einem fairen Verfahren entscheiden. Es kommt auf die Qualifikation an, nicht auf das Parteibuch.

Pfitzenmaier: Was nicht bedeutet, dass wir sagen: Die beiden Amtsinhaber wählen wir nicht. Wir haben uns mit dem Thema in der Tiefe noch nicht beschäftigt.

Diskussionen gibt es um ein beschlossenes Wohngebiet an der Berliner Straße. Oberbürgermeister Cohn will einen Investor durchsetzen, der dort gehobenen Wohnraum realisieren will.

Pfitzenmaier: Für uns ist entscheidend, dass dort 25 Prozent bezahlbarer Wohnraum entstehen.

Cohn will stattdessen günstige Wohnungen am Schützenrain bauen.

Pfitzenmaier: Die Berliner Straße ist von der Lage her viel besser geeignet: Hier sind Schulen, Kitas und Geschäfte in der Nähe. Das Thema bezahlbarer Wohnraum ist auf dem alten TSG-Gelände in den Sand gesetzt worden, weil dort der Investor die Preise festlegt. Umso wichtiger ist, dass es jetzt an der Berliner Straße funktioniert.

All diese Themen sind zwischen OB und Gemeinderat umstritten.

Weiß: Cohn will etwas voranbringen und offen und ehrlich mit dem Gemeinderat umgehen. Dabei wird er missinterpretiert.

Noch ein OB-Thema: Er will die Stadthalle abreißen und neu bauen lassen.

Pfitzenmaier: In Corona-Zeiten halte ich die Entscheidung pro Neubau für schwierig. Wenn man wüsste, dass wir nach einer Sanierung zehn Jahre Ruhe haben, wäre es einfacher.

Weiß: Leonpalooza hat überdeutlich gezeigt, dass es möglich ist, unterschiedliche Publikumskreise anzusprechen, unabhängig von der Halle. Das hat der neue Veranstaltungsmanager hinbekommen. Nils Strassburg ist ein Glücksfall.

Die Freien Wähler stellen angesichts der Finanzausfälle die Verbesserungen im Nahverkehr in Frage.

Pfitzenmaier: Über eine Zeitverschiebung kann man diskutieren. Nach Corona müssen wir den Ausbau des Nahverkehrs sofort forcieren. Das ist ein Zukunftsthema.

Per App sollen die Bürger schnell und unkompliziert Müll melden können.

Pfitzenmaier: Das ist ein erster zaghafter Schritt, auch wenn das etwas Geld kostet. Wichtig ist zudem eine stadtweite Putzete, in die auch die Schulen eingebunden sind. Dass ausgerechnet ein Grüner wie Sebastian Werbke diese pädagogisch so wichtige Maßnahme als Populismus bezeichnet, dazu fällt mir nichts mehr ein.

Das Gespräch führte Thomas K. Slotwinski

04.08.2020 in Landespolitik

Jan Hambach radelt für den guten Zweck

 

SPD-Kandidat Hambach radelt für den guten Zweck

 Der frisch nominierte SPD-Landtagskandidat Jan Hambach nutzt die Sommerpause und das gute Wetter und lädt für Samstag, den 15. August alle interessierten Bürgerinnen und Bürger herzlich zu einer Benefiz-Radtour durch den Wahlkreis 6 Leonberg/ Herrenberg ein.

 Auf der Radtour sollen Spenden gesammelt werden. Daher werden alle Teilnehmer*innen gebeten einen Beitrag von 5€ zu spenden. Die Summe möchte Jan Hambach dem DRK Ortsverein Herrenberg übergeben, welcher gerade Geld für ein „Helfer vor Ort“-Fahrzeug in Nufringen sammelt, mit welchem ehrenamtliche Ersthelfer zu Notfällen fahren. „Nicht zuletzt die Corona-Krise hat gezeigt, wie wichtig unsere Helfer*Innen von DRK; Feuerwehr oder der Polizei sind. Daher möchte ich diese aktiv unterstützen und hoffe, dass viele sich daran beteiligen“ erklärt der 25jährige Renninger Stadt- und Kreisrat seine Motivation. „Darüber hinaus freue ich mich mit allen Mitfahrenden ins Gespräch zu kommen und die Radwege in unserem Landkreis zu testen.“

 Die Tour führt ab 10 Uhr vom Bondorfer Bahnhof über Herrenberg und Aidlingen ins Würmtal, um über Weil der Stadt nach Leonberg zu gelangen. Die Ankunft im Brauhaus Sacher in Leonberg ist für 14 Uhr vorgesehen. Dort ist ein gemütlicher Ausklang geplant zu dem auch weniger Radbegeisterte herzlich eingeladen sind. 

 Die Wegstrecke beträgt knapp 50 km und überschaubare 380 Höhenmeter. DieGeschwindigkeit wird eher gemächlich sein. Sowohl eBike als auch herkömmliche Fahrradfahrer können teilnehmen. Zwischeneinstiege sind an folgenden Punkten möglich: 

ab 10 Uhr Bahnhof Bondorf,10:15 Uhr Friedhof Gäufelden-Öschelbronn, 10:30 Uhr Gasthof Hirsch Gäufelden-Nebringen,11 UhrPolizeihochschule Herrenberg, 11:15 UhrGenerationenreferat Nufringen,11:30 UhrFeuerwehrgerätehaus Gärtringen, 12 UhrRathaus Aidlingen, 12:30 Netto-Parkplatz Grafenau-Dätzingen, 12:45 Dätzinger Straße Schaffhausen, 13 Uhr Rathaus Weil der Stadt, 13:15 Uhr P&R-Parkplatz Malmsheim, 13:30 UhrFußgängerunterführung Nordseite Bahnhof Renningen 13:45 Südseite Bahnhof Rutesheim (Silberberg). 

 www.facebook.com/jan.hambach

04.08.2020 in Landespolitik

Jan Hambach zum Landtagswahlkandidaten gewählt

 

Jan Hambach nun offiziell Kandidat für die Landtagswahl

Die SPD im Landtagswahlkreis Leonberg/Herrenberg hat am vergangenen Freitag in der Renninger Stegwiesenhalle Jan Hambach als ihren Kandidaten für die Landtagswahl im kommenden März nominiert. Der Renninger Stadt- und Kreisrat machte in seiner engagierten Bewerbungsrede deutlich was ihn für die Kandidatur motiviert: „Wir brauchen einen Wandel in der Wirtschaft und müssen hier die Weichen für die Zukunft stellen. Gerade hier im Kreis mit unserem Schwerpunkt auf die Automobilwirtschaft. Hierzu schlage ich einen öffentlichen Beteiligungsfondsonds vor, mit dem Auto-Zulieferer unterstützt werden, die neue Geschäftsfelder erschließen, Arbeitsplätze sichern und Beschäftige weiterqualifizieren.“ Für Hambach ist es wichtig zukunftsorientiert zu denken und nicht die Rezepte der Vergangenheit für die Fragen von Morgen anzuwenden. Die Stärkung des Öffentlichen Nahverkehrs, mehr bezahlbarer Wohnraum und ein gerechteres Bildungssystem sind weitere Themen die  Hambach am Herzen liegen. „Die Gemeinschaftsschule wird von der CDU ständig torpediert und von den Grünen im Stich gelassen“, sagt er. „Wer krampfhaft am dreigliedrigen Schulsystem festhält, kommt nie an die Pisa-Spitze. Es geht doch darum, dass der Mensch im Mittelpunkt steht, dass Kinder ihre eigene Persönlichkeit entwickeln können und dass spätere Handwerkerinnen und Erzieherinnen genauso viel zählen“ so der 25-jährige.  

 Mit seinen Ideen konnte Hambach die SPD-Mitglieder überzeugen. Mit 93% Zustimmung geht er gestärkt in die kommenden Monate. „Das Wahlrecht bietet uns die Chance, es zu schaffen. Die Bindung der Wähler zu einer Partei nimmt ab, es wird genauer geschaut: Wer tritt da an?“ Die Leute hätten ein Gespür, ob es der Kandidat ernst meine. „Dieses Vertrauen will ich gewinnen“, so Hambach. Dass Hambach ein engagierter und überzeugender Wahlkämpfer ist, hat er zuletzt bei der Kommunalwahl im Mai 2019 unter Beweis gestellt, wo die Renninger SPD die CDU bei der Gemeinde- und Kreistagswahl überholte und der Volkswirt erstmals in den Kreistag eingezogen ist. 

 Besonders wird ihn bei seiner Kandidatur Pia Ellen Böttcher unterstützen. Die junge Herrenbergerin tritt als Zweitkandidatin an. Die 26-jährige ist Altenpflegerin und Mutter eines eineinhalbjährigen Sohnes. „2018 habe ich mich dermaßen über Kita-Gebühren aufgeregt“, berichtet sie in ihrer Vorstellungsrede. „Dadurch bin ich auf die Kommunalpolitik aufmerksamgeworden.“ Zudem müssten die sogenannten „systemrelevanten Berufe“ neben Wertschätzung auch bessere Arbeitsbedingungen bekommen.

 Die SPD im Wahlkreis hat mit Jan Hambach, Pial Ellen Böttcher und vielen motivierten Helferinnen und Helfern ein Team für die bevorstehende Wahl zusammengestellt von dem sicherlich noch viel zu hören sein wird. Konkret geht es in den kommenden Wochen weiter mit vielen Besuchen in den Wahlkreisgemeinden, bei Unternehmen und von Veranstaltungen. „Ich will dahin wo die Leute sind und mit ihnen ins Gespräch kommen“ fasst Hambach die Pläne für den Sommer zusammen.

 

 

 

27.07.2020 in Ankündigungen

Yusuf liest bei Gute-Nacht-Geschichten im Pomeranzengarten

 

Gute-Nacht-Geschichten für Erwachsene im Pomeranzengarten Leonberg                      (Foto 2018 mit Yusuf Shoaib)

 

Leonberg liest und das ganz besonders im Sommer. Eine schöne Kulisse, Ein gutes Buch, duftende Blumen, ein kühler Abendhauch - ein perfektes Ambiente. Yusuf liest seit zwei Jahren leidenschaftlich seine Lieblingsbücher ( Ich bin Malala, Malala Yousafzai, Becoming-meine Geschichte, Michelle Obama) und am Sonntag, 2. August 2020 um 19.45 Uhr das Buch über Mahatma Gandhi. Wie im letzten Jahr, hat er die Freude am ersten Tag die Gäste zu begrüßen und den ganzen Abend (3 Lesungen) zu moderieren.

Mahatma Gandhi hat mit seiner Idee des Widerstands durch Gewaltlosigkeit und Ungehorsam die Welt verändert und inspirierte tausende Menschen, darunter Martin Luther King und Nelson Mandela. Eine bessere Welt beginnt bei jedem Einzelnen. Der junge Enkel Arun Gandhi schreibt, was er von Mahatma Gandhi alles gelernt hat, ein Vermächtnis seines Großvaters, das er in diesem Buch mit uns teilt, Frieden, Freiheit, gewaltloser Widerstand gegen das Unrecht dieser Welt und setzt sich für das Erbe seines "Bapuji" (indisch für Opa) ein. Er sagte "Freude liegt im Kampf, im Wagnis, in der Leidenschaft, nicht im Siegen!"

Unser Yusuf  lädt ganz herzlich am Eröffnungsabend, Sonntag, 2. August 2020 um 19.45 Uhr, als Leser und Moderator ein,  sein Lieblingsbuch zu genießen.

14.07.2020 in Ortsverein

Termin mit Jan Hambach, 22. Juli um 17 Uhr

 
 

Hot Spots Leonberg: Kommunalpolitischer Spaziergang am 22. Juli 2020 um 17 Uhr

Was läuft wo in Leonberg? Der Bewerber um die Landtagskandidatur, Renninger Stadt- und Kreisrat Jan Hambach will sich ein Bild von den wichtigsten Projekten in Leonberg machen. Einige Gemeinderäte führen deshalb auf einem Spaziergang zu den Hot Spots der aktuellen Lokalpolitik. Ob Bezahlbarer Wohnraum an der Berlinerstr oder der Bau eines Jugendplatzes vor der Ostertagrealschule:Jan Hambach lädt Sie herzliche ein mitzulaufen und sich direkt vor Ort anzusehen, was in Ihrer Stadt gerade so alles passiert, Fragen zu stellen, Ideen mitzubringen und sich auszutauschen. Treffpunkt ist um 17 Uhr vor der Stadthalle.

 

14.07.2020 in Ortsverein

Nachruf Ruth Tewes

 

 Unser früheres Mitglied Ruth Tewes ist am 24. Juni 2020 verstorben. Sie hat viele 

Jahre sehr aktiv als Vorstandsmitglied die Parteiarbeit unterstützt.

Wir werden Sie im dankbaren Andenken bewahren.

Elviera Schüller-Tietze

SPD – Ortsvereinsvorsitzende

 

 

06.07.2020 in Wahlen

Erfolgreicher Auftakt für Jan Hambach

 
Jan Hambach und Pia Ellen Böttcher
Jan Hambach und Pia Ellen Böttcher

Wohnen, Chancengerechtigkeit sowie Transformation von Wirtschaft und Mobilität – SPD-Kandidat Hambach startet in den Landtagswahlkampf 

 Am vergangenen Freitag, den 3. Juli 2020, präsentierte Jan Hambach, der einzige Bewerber um die SPD-Landtagskandidatur im Wahlkreis 6 Leonberg/Herrenberg sowie Stadt- und Kreisrat aus Renningen, die Themen, mit denen er in den bevorstehenden Landtagswahlkampf ziehen möchte. Unter strenger Beachtung der Corona-Vorschriften skizzierte der 25 Jährige nach einer Einführung durch den örtlichen SPD-Vorsitzenden Robin Voss vor knapp 40 Gästen im Biergarten „Zum Waldrauschen“ in Nufringen seine drei Themenschwerpunkte: Wohnen, Chancengerechtigkeit sowie  Transformation von Wirtschaft und Mobilität.

 Das Thema Wohnungsknappheit ist in der Region seit vielen Jahren ein großes Problem: „Wohnen ist ein Recht, das allen zusteht. Natürlich brauchen wir für eine Trendumkehr einige Jahre. Aber wann sollen wir anfangen, wenn nicht jetzt?“, so der studierte Volkswirt. „Prinzipiell sollte die öffentliche Hand keine Grundstücke mehr an Investoren verkaufen, vielmehr sollte sie verstärkt versuchen, welche zu erwerben und diese gemeinsam mit Bauträgern gezielt zu entwickeln. Leerstand muss akquiriert werden. Zudem können wir mit Genossenschaften, Unternehmen und Baugemeinschaften kooperieren, um deutlich günstigeren Wohnraum zu schaffen, als viele private Investoren dies tun.“

 Ein weiterer Themenschwerpunkt müsse die Stärkung der Chancengerechtigkeit durch die Weiterentwicklung der Gemeinschaftsschulen sein. Hierzu führte Hambach aus: „In Gemeinschaftsschulen geht es vor allem darum, dass Kinder ihre eigene Persönlichkeit entwickeln, dass ihre individuellen Stärken und Schwächen gesehen werden und niemand pauschal aussortiert wird. Der Leistungsgedanke kommt da nicht zu kurz. Die grün-schwarze Landesregierung setzt die Axt an dieses mühsam aufgebaute Erfolgsmodell.“ Aber auch der weitere Ausbau der Kinderbetreuung und das Ziel, dass der Kita-Besuch für die Eltern gebührenfrei wird, stehen bei Hambach auf der Agenda. Hierfür macht sich vor allem die Altenpflegerin und Mutter eines anderthalbjährigen Sohnes Pia Ellen Böttcher stark, die sich für die Zweitkandidatur bewirbt.

 Gerade die Corona-Krise habe gezeigt, wer die wahren Leistungsträger*innen in dieser Gesellschaft seien. „Das sind diejenigen, die in den sogenannten „systemrelevanten Berufen“ arbeiten, aber auch kleine und mittlere Unternehmen. Dafür braucht es zum einen anständige Löhne und Arbeitsbedingungen, zum anderen aber auch eine Politik, die sich nicht nur an Großkonzernen orientiert.“

 Als letzten Schwerpunkt setzt Hambach auf eine Transformation unserer Wirtschaft sowie eine nachhaltigere Mobilität: „Ich glaube, es ist wichtig, die SPD klar ökologisch auszurichten. Für mich ist eine Selbstverständlichkeit, dass wir alles dafür tun, unsere Lebensgrundlagen zu erhalten.“ Gerade im hiesigen Automobillandkreis werde dies sehr emotional diskutiert. Mit einem Augenzwinkern wies Hambach den Vorschlag zurück, er möge doch lieber zu den Grünen wechseln: „Es ist eine ursozialdemokratische Frage, unser Wirtschafts- und Gesellschaftssystem immer wieder ganz grundsätzlich zu hinterfragen. Ein guter Vorschlag der IG Metall ist ein öffentlicher Beteiligungsfonds, der Geld insbesondere an Zulieferer gibt, die sich verpflichten, neue Geschäftsfelder zu entwickeln, Arbeitsplätze zu sichern und ihre Beschäftigten weiter zu qualifizieren.“ Gerade hier im Landkreis Böblingen sei man darauf angewiesen, dass sich die Landesregierung nicht länger Zeit lasse. „Wir brauchen einen Strukturwandel – keinen Strukturbruch!“ bringt es Hambach auf den Punkt. „Ein Ministerpräsident, der es sich nur allzu gemütlich gemacht habe, brauche neuen Antrieb.“

 Die stellv. Landesvorsitzende und Kreisvorsitzende der SPD Jasmina Hostert freute sich über die Kandidatur Hambachs: „Wir arbeiten schon seit einigen Jahren zusammen und dass so viele heute Abend für dich nach Nufringen gekommen sind, zeigt, dass die SPD hinter dir steht!“, so die Böblinger Stadt- und Regionalrätin in einem kurzen Grußwort nach Hambachs Rede. Die offizielle Nominierung der SPD ist für den 24. Juli in Renningen terminiert. 

 Der 1994 in Leonberg geborene Hambach hat Wirtschaftswissenschaften in Hohenheim studiert, war nach seinem Abschluss in der Stabsstelle der Industrie und Handelskammer im Kreis Böblingen beschäftigt und ist momentan Landesgeschäftsführer der Jusos Baden-Württemberg, der SPD-Jugendorganisation mit ca. 6.000 Mitgliedern im Südwesten. In seiner Freizeit trainierte er in Renningen Karate und war nach dem Abitur im Rahmen eines Freiwilligendienstes Rettungssanitäter in Leonberg.

29.06.2020 in Landespolitik

Kick-Off Landtagswahl 2021

 

Kick-Off zur Landtagswahl - Jan Hambach stellt sich vor

 Der designierte SPD-Landtagskandidat für den Wahlkreis Leonberg-Herrenberg Jan Hambach startet am  3. Juli in Nufringen in den Landtagswahlkampf. Im Biergarten zum Waldrauschen (Röseweg 11) stellt der 25 jährige Renninger ab 19 Uhr sich und seine Themen vor. Hierzu erklärt der Stadt- und Kreisrat:  „Neue Ideen und Dialogbereitschaft sollen meine Kampagne prägen, mir ist es aber vor allem wichtig, dass Interessierte mir Themen mit auf den Weg geben können“. So möchte er auch seinen Wahlkampf unter das Motto: „#FürUns“ stellen und dadurch deutlich machen, dass für ihn der direkte Dialog, die lokale Verwurzelung und das Gemeinsame im Mittelpunkt steht.

 Dazu passt auch der Ort der Auftaktveranstaltung. Der Biergarten zum Waldrauschen bietet die besten Voraussetzungen, fördern doch die gemütliche Atmosphäre und gutes Essen den Austausch untereinander. Eingeladen sind explizit auch diejenigen, die bisher keine Nähe zur SPD haben, sich aber informieren möchten oder ein Anliegen haben, das sie Jan Hambach und seinem Team mit auf den Weg geben wollen.

Natürlich werden bei dieser Veranstaltung alle gültigen Corona-Bestimmungen umgesetzt. Bei gutem Wetter können die Gäste auch im Freien sitzen. Nufringen ist mit der S-Bahn gut erreichbar. Parkplätze stehen beim Biergarten zur Verfügung. 

Am 24. Juli 2020 ist es dann endlich soweit. In der Stegwiesenhalle in Renningen findet um 19:45 Uhr die offizielle Nominierung des SPD-Kandidaten im Wahlkreis Leonberg für die Landtagswahl statt.

JAN HAMBACH

LANDESGESCHÄFTSFÜHRER
Jusos Baden-Württemberg
Wilhelmsplatz 10, 70182 Stuttgart

16.06.2020 in Finanzen/Wirtschaft

Talk! Wirtschaft und Corona mit Jan Hambach

 

Talk! Wirtschaft und Corona - Jan Hambach im Gespräch mit Judith Helmer, Sinem Ertürk, Wolfgang Vogt und Andreas Weeber - 25. Juni 18:30 Uhr

Ein derzeit bestimmendes Thema sind die Auswirkungen der Corona-Beschränkungen auf die Wirtschaft. Die Prognosen dazu sind noch sehr unterschiedlich, viele Auswirkungen vermutlich noch nicht im Detail absehbar.

In der nächsten Folge Talk! diskutiert Kreis- und Stadtrat sowie Bewerber für die SPD-Landtagskandidatur Jan Hambach deshalb mit gleich vier Gästen darüber, wie sich die Corona-bedingte Wirtschaftskrise in der Praxis auswirkt. Mit dabei ist Judith Helmer von der crossgo GmbH aus Weil der Stadt, die einen Blick darauf werfen wird, wie sich Corona auf ihr digitales Geschäftsmodell auswirkt und wie crossgo als junges Unternehmen mit der Krise umgeht. Sinem Ertürk von green bee design aus Sindelfingen, wird gemeinsam mit Wolfgang Vogt von den Senioren der Wirtschaft, die Gründer bei ihren Vorhaben unterstützen und begleiten, aufzeigen, wie die Gründerszene im Landkreis auf die aktuellen Situation reagiert. Andreas Weeber von der Autohaus Weeber GmbH wird darstellen, wie ein mittelständisches Unternehmen mit der Krise umgeht und wie die Hilfen der Politik vor Ort ankommen. Darüber hinaus soll es aber auch darum gehen, vor welchen Herausforderungen Gründer und bestehende Unternehmen, auch unabhängig von der Pandemie, stehen.

Der Austausch kann am 25. Juni 2020 um 18:30 Uhr live auf der Facebook-Seite von Jan Hambach verfolgt werden uns ist dort auch später noch zu sehen.

Jan Sascha Hambach

71272 Renningen
jan.hambach@me.com
+49 152 22714720

06.06.2020 in Kommunalpolitik

Ottmar Pfitzenmaier - Gedanken zur Corona-Krise

 

Blick über den Tellerrand

Corona-Krise: Mehr Menschenverstand und Verantwortung vor Ort

Unser Fraktionsvorsitzender Ottmar Pfitzenmaier hat für das Amtsblatt einen Beitrag verfasst, in dem er die aktuelle Lage betrachtet – und dabei auch über den Stadtrand hinausblickt. Die Corona-Pandemie ist ein globales Thema und überlagert derzeit quasi jedes andere. Im Amtsblatt sind jedoch nur Beiträge erlaubt, die sich direkt mit Leonberg bzw. der Arbeit des Gemeinderats befassen. Darum veröffentlichen wir den Beitrag hier – denn fürs Archiv oder gar den Papierkorb ist er viel zu schade :-)

Viele oft unverständliche Regelungen

Eines vorab in aller Deutlichkeit: Die politischen Entscheidungsträger in Deutschland haben vieles richtig gemacht in der „Corona-Politik“ – dazu genügt ein Blick auf die Verhältnisse in anderen Ländern Europas. Auffallend hierzulande sind aber vermeidbare handwerkliche Fehler in der Umsetzung der Lockerung, oft unverständlicherweise vor allem zu Lasten des örtlichen Einzelhandels. Spielwarenhändler, Blumengeschäfte, Betreiber von Eisdielen können ein Lied davon singen. Großmärkte waren die Profiteure. Mittlerweile gibt es ein Gestrüpp von teilweise abstrusen Regelungen, die kaum einer mehr überblickt.

„Freibier für alle ist keine Lösung“

Dieses plakative Zitat des Chefs der „Wirtschaftsweisen“, Prof. Feld, trifft den Kern. Bei aller gebotenen Sorge über eine mögliche „zweite Welle“ bedarf es mehr Entscheidungsfreude seitens unserer Landespolitik. Der Eindruck, der Vordenker bei der Lockerung von Maßnahmen sitze in Bayern, verfestigt sich. Es ist keine politische Leistung, mit der Gießkanne Geld zu verteilen.

Mehr Verantwortung vor Ort

Ende Mai haben drei namhafte Oberbürgermeister, u. a. der Schorndorfer Matthias Klopfer (SPD), an die Landesregierung appelliert, anstelle „der Detailregulierung … jetzt gesunden Menschenverstand und Eigenverantwortung“ in den Vordergrund zu stellen. So fordern sie zu Recht, Schulen und Kindergärten wieder uneingeschränkt zu öffnen. Das geht natürlich nur unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten – und die können eben vor Ort am besten eingeschätzt werden. Die häufig sehr kurzfristig kommunizierten Pläne des Kultusministeriums lassen den Blick auf den kommunalen und familiären Alltag vermissen. Völlig unverständlich ist, warum für Lehrer viel großzügigere Freistellungsregeln gelten, als etwa für Beschäftigte in der Pflege.

Die Kinder kommen zu kurz

Kinder müssen mit Kindern Kontakt haben. Wenn sie zu Hause eingesperrt sind, womöglich noch mit überforderten überängstlichen Eltern, tragen sie bleibende psychische Schäden davon. Die große Politik hat den Eltern seit Jahren signalisiert: „Geht ruhig arbeiten, wir sorgen dafür, dass eure (Klein-)Kinder in Kitas gut aufgehoben sind“. Jetzt lässt man aber Familien monatelang weitgehend allein zwischen Homeschooling und Homeoffice – lange Zeit ohne konkrete Perspektiven auf eine Besserung.

Derzeit verabschieden wir uns von jeglicher Bildungsgerechtigkeit. Lehrer „verlieren“ einen Teil ihrer Schüler vollkommen. Die Versäumnisse bei der Digitalisierung der Schulen wiegen schwer. Der Bund stellt zwar den Ländern viel Geld (5 Mrd. €) zur Verfügung, diese aber dann keine personellen Ressourcen für die Umsetzung. Dazu werden IT-Experten benötigt, die Lehrerschaft hat andere Aufgaben und Kernkompetenzen. Stattdessen tüftelt das Land monatelang ein hochkomplexes Antragsverfahren aus. Von den 650 Mio. €, die Baden-Württemberg zur Verfügung stehen, wurden bis Mitte März weniger als 4 Mio. € ausgeschüttet. Auch Leonberg hat noch keinen Cent abgerufen.

Sport ist wichtig für Psyche und Physis

Lange Zeit gar nicht berücksichtigt wurden die gesundheitlichen Schäden, die durch den verordneten Mangel an Bewegung wegen der rigorosen Schließung aller Sportstätten hervorgerufen wurden. Sport zu treiben – auch in Gruppen – ist unter Einhaltung bestimmter Standards letztlich nur eine Frage des guten Willens. Für den Schulsport gilt dies im besonderen Maße. Auch so ein Beispiel für praxisferne Regelungen: Noch vor wenigen Tagen war Tennistraining mit fünf Person erlaubt – ein Doppel durfte aber nicht gespielt werden.

Oder nehmen wir die Bäder. Bereits Anfang April hat die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen einen umsetzbaren Pandemieplan präsentiert. Die WHO hat bestätigt, dass Chlor das Infektionsrisiko im Wasser ausschaltet und dass warme und feuchte Luft in Duschen dem Virus schadet. Erst als Bayern – trotz deutlich höherer Infektionszahlen – die Öffnung der Bäder zugesagt hat, ist bei unserer Landesregierung der Groschen gefallen. Natürlich muss die Besucherzahl begrenzt, Personaleinsatz-, Sicherheits- und Hygienekonzepte müssen entwickelt werden. Bereits vor Wochen haben wir die Stadt Leonberg gebeten, passgenaue Konzepte für unser für 15 Mio. € saniertes Leobad zu entwickeln.

Die Bedeutung  dezentraler Krankenhausstandorte 

Ein funktionierendes Gesundheitssystem ist eine der vornehmsten Aufgaben des Staates. Hier muss (Steuer-)Geld investiert werden, eine schwarze Null bei den Krankenhäusern zu erzielen, wie es vielerorts, auch in Böblingen, postuliert wurde, ist geradezu unverantwortlich. Die Bedeutung der dezentralen Krankenhausstandorte, etwa bei der Bereitstellung von Beatmungsplätzen in der Pandemie, ist lebensnotwendig – eher jedenfalls als ein milliardenschweres Prestigeprojekt in Böblingen.

Noch ein abschließender Hinweis: Die Corona-Situation in Leonberg ist momentan relativ entspannt. Die Anzahl der Covid19-Infizierten lag im Mai meist unter 1% der Bevölkerung mit stetig sinkender Tendenz. Die Inzidenz pro 100.000 Einwohner im Kreis Böblingen bewegte sich zwischen 0 und 3. Auf Hygiene und Abstände müssen wir natürlich weiter achten – aber die Verringerung der gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgeschäden der Coronabekämpfung muss jetzt verstärkt in den Fokus – mit mehr gesundem Menschenverstand und Eigenverantwortung vor Ort. 

Ottmar Pfitzenmaier, Vorsitzender SPD-Fraktion / 05.06.2020

04.06.2020 in Landespolitik

Landtagskandidatur Jan Hambach

 

 

hier Informationen von Jan Hambach, Bewerber für die SPD-Landtagskandidatur.