Jusos kritisieren geplanten Wegfall der Buslinie 747 scharf und starten Petition

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Die Jusos aus dem Nordkreis Böblingen haben sich entschieden für den Erhalt der Buslinie 747 von Warmbronn nach Stuttgart-Vaihingen ausgesprochen, die nach den derzeitigen Plänen des Landkreis Böblingen nur noch bis zum Dezember 2018 betrieben werden soll. „Auf sämtlichen politischen Ebenen spricht man davon, den öffentlichen Nahverkehr stärken zu wollen. Wenn es wie hier aber konkret wird, dann macht man das Gegenteil. Wir brauchen Taten und keine Absichtserklärungen“, kritisiert der Vorsitzende Dimi Jerchel. „Ein Wegfall der Verbindung wäre für Warmbronn eine Katastrophe. So würden sich Fahrzeit - und damit auch die Fahrpreise – nach Vaihingen massiv erhöhen. In diesem Fall wären besonders Studenten, die nach Vaihingen zur Uni pendeln, als auch Senioren, die nicht mehr selbst Auto fahren können oder wollen, betroffen“, so Jerchel weiter. Die stellvertretende Vorsitzende Hadije Zeka ergänzt: „Würde die Buslinie gestrichen, hätte dies auch negative Auswirkungen auf den Verkehr. Wir können nicht zu viele Autos auf den Straßen beklagen, permanent Feinstaub-Alarm ausrufen und gleichzeitig weniger Busse fahren lassen. Wer soll das noch ernst nehmen?“. Sie verweist zudem auf die negativen Auswirkungen der Attraktivität für kleinere Orte wie Warmbronn. Diese müssten ohnehin wieder lebenswerter gemacht werden. Dazu zähle auch eine intakte Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz.

Vorstandsmitglied Jakob Trugenberger, selbst aus Warmbronn, betonte indessen die stabilen Fahrgastzahlen: „Man kann jedenfalls nicht argumentieren, die Line 747 lohne sich nicht. Ich verweise auf die in Presseberichten genannten Fahrgastzahlen. Auch wenn diese nicht ganz unumstritten zu sein scheinen, steht doch fest, dass Interesse und Notwendigkeit für die Direktanbindung Warmbronns an Vaihingen und damit an Stuttgart besteht“. Jerchel kritisierte zudem die gegenwärtige Auseinandersetzung zwischen Stadt Leonberg und dem Kreis Böblingen. Der Kreis, bisheriger Betreiber der Linie, hatte jüngst erklärt, einen Fortbestand der Linie könne nur mit Stadt Leonberg als neuem Betreiber geben, wobei eine Bezuschussung des Kreises möglich wäre. „Anstatt sich gegenseitig den schwarzen Peter zuzuschieben, sollte man lieber gemeinsam an einer Lösung zum Erhalt der Linie arbeiten. Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig, dass die Menschen das Gefühl haben, erstgenommen zu werden. Das fängt gerade bei solchen Themen an, die die Bürger konkret vor Ort betreffen“. Die Jusos wollen den Verlauf der Diskussion nicht nur aktiv verfolgen, sondern selbst tätig werden. So initiierte die SPD-Jugend just diese Woche eine Online-Petition gegen die Streichung des Busses https://www.openpetition.de/petition/online/gegen-die-streichung-der-buslinie-747-warmbronn-stgt-vaihingen . Darüber hinaus wollen die Jusos in lokalen Geschäften Unterschriftenlisten auslegen und noch mehr Menschen für das Thema sensibilisieren.

 
 

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