Kabarett zum 100. Internationalen Frauentag

Veröffentlicht am 31.03.2011 in Veranstaltungen

Am 19. März 1911 fand der allererste Internationale Frauentag statt, initiiert von der SPD-Frau Clara Zetkin. Seitdem wird er in vielen Ländern jedes Jahr am 8. März begangen. Zu Ehren dieses 100. Geburtstags hatten der SPD-Ortsverband Leonberg und der Landtagsabgeordnete Dr. Tobias Brenner Frauen und auch Männer am Samstag, 19. März um 19.30 Uhr ins Alte Rathaus Eltingen eingeladen. Der Saal war mit gut 60 Personen voll besetzt, darunter viele unbekannte Gesichter, die offensichtlich das Kabarett "Frau Stäuble macht sauber“ gelockt hatte. Sie sollten nicht enttäuscht werden.

Tobias Brenner wies in seiner kurzen Begrüßungsrede auf den Anlass zur Feier hin, den 100. Internationalen Frauentag, der am 19.3.1911 zum erstenmal stattfand und 1921 auf den 8. März verlegt wurde. Er zählte einige Errungenschaften der Frauenbewegung auf, wie z.B. das Frauenwahlrecht 1918 und die Familienrechtsreform 1976, die auch Ehefrauen Erwerbstätigkeit genehmigte, wies aber auch darauf hin, was noch fehlt: gleiche Bezahlung und damit weniger Altersarmut bei Frauen, bessere Kinderbetreuung, mehr Frauen in Führungspositionen und in politischen Gremien. Dann überließ er Frau Stäuble das Wort, von Gudrun Hornikel mit Kittelschürze und Kopftuch lebensecht verkörpert. Am Anfang stand natürlich der Weltfrauentag, bei dem sie nach einem Schlenker zur aktuellen Lage in Japan auf die Trümmerfrauen kam, die nach dem Krieg, als „das starke Geschlecht tot, verwundet oder sonstwie nicht mehr zu gebrauchen war“ die Trümmer aufräumen mussten, die das „Kampfgen“ der Männer hinterlassen hatte. Dieses den Frauen fehlende „Kampfgen“ machte sie aber auch dafür verantwortlich, dass gut ausgebildete Frauen immer noch die schlechteren Jobs bekommen. Immerhin wissen wir jetzt, wann eine Frau voll emanzipiert ist: „Wenn sie mit Glatze und einer dicken Wampe, die über die kurze Hose schwappt, in Sandalen über den Marktplatz geht und sich auch noch attraktiv findet.“ Schwäbisch zumindest verstehen war schon Voraussetzung, damit man manches mitbekam, z.B. „was an der Hochzeitsnacht so schee isch: wenn mr endlich die neie Schuh von de Fies hot“ oder wie sie die Nachbarin übertrumpft, die mit ihrem neuen Porsche in 7 Sekunden von 0 auf 100 ist. „Des schaff i in 1 Sekond“. „Ham sie auch ‚’nen neuen Porsche?“ - „Noi, a neie Wog.“ Starke Frauen stehen zu ihrer Figur! Nach der Pause erklärte Frau Stäuble pantomimenreich und mit Publikumshilfe ihr Truthahnrezept mit Zwetschgenwasser. Allerdings brachte sie es nicht übers Herz, das gute Zwetschgenwasser über den Truthahn zu gießen, wo es doch so gut schmeckt… Schmunzeln, Klatschen und schallendes Gelächter bewies, dass es dem Publikum gefallen hat.
 

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