Frühjahrsempfang 27. Februar 2026

Veröffentlicht am 15.03.2026 in Ortsverein

 

Eröffnet wurde der Frühljahrsempfang von unserem Ortsverein Co-Vorsitzenden und Gemeinderat Christian Buch,  Nachfolger von Wolfgang Schönleber. Unse langjähriger Fraktionsvorsitzender Ottmar Pfitzenmaier hat anschließend mit einem kommunalpolitischen Ausblick klar gemacht, worum es uns für die Zukunft Leonbergs geht (Beitrag aus LKZ vom 4.3.26 untenstehend).

Anschließend hat unser langjähriger Gemeinderat Wolfgang Schöneberg (26 Jahre!) für seine großen Verdienste für die SPD die Willy-Brandt Medaille verliehen bekommen. Moderiert wurde die Veranstaltungen von unseren Jusos Katrin Sattler, Kiriakos und Abdukkah Şahmurat. Dank bing auch an OB Tobias Degode für das  Grußwort und an die zahlreichen Menschen, die diese Veranstaltung besucht haben.

 

"Unser Schmerz ist unsere Kraft"! Unter diesem Titel haben die Töchter Gamze Kubaşık und Semiya  Şimşek zusammen mit Chris Toene ein Buch über den Mord an ihren Vätern durch das rechtsextreme NSU-Netzwerk geschrieben und im zweiten Tei des Frühlingsemfangs eine Lesung gehalten. Es war ein sehr bewegender und emotionaler Abend, mit anregenden Fragen und Diskussionen.

Demokratie und Menschenrechte müssen jederzeit verteidigt werden – von uns allen. Geschichten wie diese erinnern uns daran, wohin struktureller Hass, Rassismus und Menschenverachtung führen können, wenn ihnen nicht entschieden widersprochen wird.

Untenstehend ein ausführlicher Text zu diesem Beitrag aus der Leonberger Kreiszeitung

Frühlingsempfang der SPD Leonberg mit Lesung.

Die Autorinnen des Buches „Unser Schmerz ist unsere Kraft“ haben als Töchter von NSU-Opfern über ihre Traumata berichtet. Leonberger Kreiszeitung

Beim Frühlingsempfang der SPD Leonberg in der Steinturnhalle waren in diesem Jahr die Autorinnen des Buches „Unser Schmerz ist unsere Kraft“zu Gast. Gamze Kubaşık, Tochter von Mehmet Kubaşık und Semiya Şimşek, Tochter von Enver Şimşek sowie Christine Werner, Co-Autorin des Buches „Unser Schmerz ist unsere Kraft“ berichteten im Rahmen einer Lesung und Gesprächen von den Geschehnissen nach der Ermordung ihrer Väter. Gamze Kubaşık und Semiya Şimşek verloren durch die Mordserie des rechtsterroristischen NSU im Jahre 2000 und 2006 ihre Väter. Şimşek war das erste Opfer des sogenannten Nationalsozialistischem Untergrunds (NSU), dessen systematisches Morden erst Jahre später aufgedeckt wurde. Für die Töchter war es, wie sie sagten, ein wahrer Albtraum: nicht nur die Tat an sich, sondern die Zeit danach. Sie mussten erleben, wie zunächst Verdächtigungen geäußert wurden, die Opfer selbst seien in Drogen- oder Bandenkriminalität verstrickt. Das war für sie traumatisch. Am Tag nach dem Mord an ihrem Vater wurde Gamze Kubaşık auf einer Dortmunder Polizeiwache verhört. Die Polizei wollte von ihr wissen, ob ihr Vater mit Drogen gehandelt oder selbst welche genommen hat. Gamze blieb bei ihrem bestimmten „Nein“. Sie erzählen, wie sie die erschütternden Geschehnisse damals erlebt und wie die Morde sie aus ihrem bisherigen Leben gerissen haben. Die deutsche Polizei und auch die Medien hätten nur in die eine Richtung gedacht. Als die NSU 2011 aufflog, informierte niemand die Opferfamilien, beklagten die Töchter. Kanzlerin Merkel versprach damals alles aufzuklären. Doch in den folgenden Prozessen wurde vieles nicht aufgeklärt, wie sie sagten. Mit ihrem Buch und den Lesungen in Schulen und bei öffentlichen Veranstaltungen, wollen sie über die Geschehnisse aufklären und gegen das Vergessen und für eine Zukunft ohne Ausgrenzung kämpfen. Der Appel am Schluss der Lesung lautete: „Wir dürfen nicht wegschauen, wir müssen Rassismus bekämpfen. Wir alle zusammen.“ Mit großem Beifall wurden die Autoren des Buches „Unser Schmerz ist unsere Kraft“ bedacht. In der anschließenden Diskussion, wurde festgestellt, dass auch in Leonberger Schulen Rassismus immer wieder auftritt. SPD Leonberg

 

Über die Parteien hinweg Lob für den neuen OB (LKZ 4.3.26)

Tobias Degode kann sich freuen: Der Leonberger OB wird parteiübergreifend gelobt. Foto: Geronimo Schmidt

Thomas K. Slotwinski

Die Fraktionschefs von SPD und FDP haben für die ersten Amtswochen Tobias Degodes anerkennende Worte.

LeonbergZwei unterschiedliche Veranstaltungen, zwei unterschiedliche Orte und zwei unterschiedliche Lobreden. Diese aber waren in Inhalt und Diktion erstaunlich ähnlich. Adressat war jeweils der Leonberger Oberbürgermeister Tobias Degode. Die Lobspender waren der SPD-Fraktionschef im Gemeinderat, Ottmar Pfitzenmaier, und sein Kollege von der FDP, Horst Nebenführ. Beide Parteien hatten kurz vor der Landtagswahl zu Empfängen eingeladen.

Für die politischen Äußerungen war das nebensächlich, und sie begannen beide mit Worten der Anerkennung: „Dass Tobias Degode als Düsseldorfer beim Pferdemarkt und bei der Fasnet eine gute Figur abgegeben hat, ist nicht weiter verwunderlich“, spielte Pfitzenmaier auf die rheinische Herkunft des neuen Rathauschefs an. Doch auch im profanen Leben habe der OB, der seit dem 1. Dezember im Amt ist, überzeugt.

„Herr Degode hat sich sehr schnell in die Themen und deren Hintergründe eingearbeitet“, lobte der SPD-Vormann den parteilosen OB. Im Rathaus sei eine Aufbruchstimmung zu beobachten, und auch im Gemeinderat sei die Stimmung „merklich entspannter“ als in früheren Tagen.

Was natürlich auch auf die vergleichsweise gute Finanzlage zurückzuführen sei. „Gerade bei der Gewerbesteuer haben wir eine gute Mischung aus kleineren und größeren Betrieben“, sagte Pfitzenmaier und erwähnte die Ansiedlung von Knorr-Bremse, die 300 Arbeitsplätze bringe. Mit Blick in die Nachbarstädte meinte Pfitzenmaier: „Von einer Haushaltssperre sind wir weit entfernt.“

Beim gesetzlich vorgegebenen Bau einer Mensa für die Spitalschule in der Altstadt wirbt die SPD für eine kostengünstige Lösung: Ein Neubau koste mehr als zehn Millionen Euro, ein Umbau des jetzigen Theatersaals nur zwei Millionen Euro. Für dort auftretende Schauspielgruppen gäbe es genügend Ausweichmöglichkeiten in anderen Schulaulen oder in der Steinturnhalle – in der auch der Jazzclub eine Heimstatt gefunden habe.

Zufriedene Ausführungen kamen ebenfalls von Horst Nebenführ beim FDP-Treffen im Galerieverein. „Er kann das wirklich gut“, urteilte der Stadtrat über die ersten Arbeitswochen des Oberbürgermeisters. „Tobias Degode hat in kurzer Zeit qualifizierte Aussagen zu verschiedenen Themen gemacht.“ Im Rathaus gäbe es wieder „vernünftige Hierarchien“, der OB würde Verantwortung an die Mitarbeiter delegieren.

Die Finanzlage beurteilte Nebenführ ähnlich zuversichtlich wie sein Kollege von der SPD: „Wir haben einen gut aufgestellten Haushalt mit Rücklagen. Deshalb kann die Stadt nicht nur Pflichtaufgaben übernehmen.“ Rot-gelbe Einigkeit herrschte zudem beim Thema Sanierung der vielen Schul- und Sporthallen in der Stadt: Die müsse nun zügig angegangen werden.

 

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